Achtundachtzig Kriegsplakate aus Großbritannien und aus den Dominien, verkleinert für den Bau von Dioramen im Maßstab 1:35.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Die Kriegspropaganda im Vereinigten Königreich zielte auf das alltägliche Verhalten der Bevölkerung. Sie rief zur Verschwiegenheit vor fremden Ohren auf, zum Anbau von Gemüse im eigenen Garten, zum Sparen von Brennstoff und zum Eintritt in die Hilfskorps. Die Grafik war dabei unverwechselbar: kräftige Typografie, eine wegen des Mangels an Druckstoffen begrenzte Farbpalette und eine knappe Parole, die sich von der anderen Straßenseite lesen ließ. Neben den britischen Blättern gaben auch Kanada, Australien, Neuseeland und Indien eigene Fassungen heraus. Viele Motive kehrten dabei den ganzen Krieg über wieder, denn eine einmal eingeführte grafische Gestalt wirkte wie ein Markenzeichen.
Der Satz bringt achtundachtzig Motive, verkleinert in den Maßstab 1:35. Es handelt sich weder um Nassschiebebilder noch um Ätzteile, sondern um gedruckte Blätter, die ausgeschnitten und aufgeklebt werden. Dem passt sich auch die Vorbereitung der Oberfläche an: Eine Ziegelwand, eine Bretterschalung oder die Seite eines Fahrzeugs muss glatt und staubfrei sein. Der Druck ist so geführt, dass der Text auch nach der Verkleinerung lesbar bleibt, was bei einem so kleinen Format nicht selbstverständlich ist.
Gerade solche Kleinigkeiten geben einer statischen Szene eine Geschichte, denn sie sagen dem Betrachter, wann und wo die Handlung spielt, noch bevor er sich die Technik ansieht. Die Menge der Motive erlaubt zudem, nach dem Ort der Szene auszuwählen, und der Rest des Bogens bleibt für das nächste Mal im Vorrat.
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