Dreiundzwanzig Gussteile und Nassschiebebilder für eine Werkstattdrehmaschine. Das ausführlichste Stück dieser Reihe und der natürliche Schwerpunkt jeder Reparaturszene.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Ohne Drehmaschine kam eine Armee im Feld nicht aus. Einen fehlenden Bolzen fertigen, eine Welle überdrehen oder ein Gewinde richten konnte nur die Werkstatt, und so zogen Werkzeugmaschinen mit den Truppen auf Ladeflächen von Lastwagen, in Eisenbahnwaggons und in belegten Dorfschmieden. Die Maschinen jener Zeit trieb ein Flachriemen von der Deckentransmission an, die ein Motor für die ganze Halle drehte, und erst die Nachkriegsmodelle bekamen einen eigenen, in das Gehäuse eingebauten Antrieb.
Der Hersteller nennt dreiundzwanzig Gussteile und Schiebebilder. Eine solche Gliederung erlaubt es, Bett, Spindelstock, Reitstock und Support getrennt aufzubauen und damit Schlitten und Spitze danach auszurichten, was die Maschine gerade bearbeiten soll. Die Schiebebilder bringen Schilder und Skalen, also das Detail, das aus einer grauen Kiste eine Maschine macht.
Der Werksanstrich war meist dunkelgrau oder flaschengrün, an den Kanten schien Metall durch und unter der Spindel hielt sich schwarzer Abrieb, mit Öl vermischt. Glaubwürdigkeit gibt erst die Umgebung: ein Häufchen Metallspäne, eine Blechwanne, ein über den Reitstock geworfener Lappen und ein verbogenes Ölkännchen.
Die Maschine ist für das Verhältnis 1:35 gemacht, in dem sie einem stehenden Mechaniker etwa bis zur Hüfte reicht.
Eine universelle Spitzendrehmaschine sieht seit hundert Jahren ähnlich aus: ein längs liegendes Bett mit Führungsflächen, links der Spindelstock, rechts der verschiebbare Reitstock und dazwischen der Schlitten mit dem Meißel. Beginnen sollte man daher beim Bett, es vollkommen gerade ausrichten und erst danach den Rest kleben, denn eine verzogene Basis fällt auf den ersten Blick auf.
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