Gegossene Ausführung des schwanzlosen Segelflugzeugs Horten H IV von 1941 im Maßstab 1:48. Ein Nurflügel mit zwanzig Metern Spannweite und dem Piloten in Bauchlage. Der schlanke Flügel verlangt beim Schleifen vorsichtiges Unterlegen.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Reimar und Walter Horten widmeten die dreißiger und vierziger Jahre den Nurflügeln. Ihre H IV von 1941 war ein schwanzloses Segelflugzeug mit zwanzig Metern Spannweite und einem ungewöhnlich schlanken Flügel, dessen Streckung den Wert zwanzig überschritt. Eine solche Zahl tauchte damals nur bei den leistungsfähigsten Segelflugzeugen auf und sollte eine Gleitzahl bringen, an die sich eine klassische Bauweise mit Rumpf und Leitwerk nicht heranwagte.
Der Pilot lag auf dem Bauch in einer verglasten Spitze in der Mitte der Vorderkante. Diese Lage drückte den Stirnwiderstand auf ein Minimum, war dafür nach längerem Flug erschöpfend, und die Sicht nach hinten verschwand praktisch. Ein Seitenruder fehlt der Maschine ganz, für das Kurven sorgten Brems- und Klappenflächen an den Flügelenden, die unsymmetrisch betätigt wurden. Fertige Exemplare entstanden nur wenige, und eines blieb in einer amerikanischen Sammlung erhalten, wo es als Beleg dafür dient, wie weit die schwanzlose Anordnung in ihrer Zeit kam.
Mit den Segelflugzeugen endete die Arbeit der Brüder Horten nicht. Aus derselben Werkstatt ging einige Jahre später die schwanzlose Strahlmaschine H IX hervor, bei der der Nurflügel zum ersten Mal auf Turbinen traf, und Reimar Horten konstruierte nach dem Krieg in Argentinien weiter. Die H IV steht in dieser Familie in der Mitte und zeigt, wie weit sich ohne Motor kommen ließ, allein mit einem sorgfältig verwundenen Flügel.
Gießharz verträgt sehr feine Details, verhält sich aber anders als Spritzgussplastik. Die Güsse kommen mit einer dünnen Haut an den Rändern aus der Form, die Sie durch Nassschleifen mit feinem Papier entfernen. Das empfindlichste Teil dieses Vorbilds ist der lange und dünne Flügel, unterlegen Sie ihn deshalb bei der Bearbeitung ganzflächig und drücken Sie nicht auf die Enden. Lücken in den Verbindungen füllt dickerer Sekundenkleber, gemischt mit Schleifstaub, Spachtel für Plastik haftet auf dieser Oberfläche schlecht.
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