Schottische Söldner des Dreißigjährigen Krieges in der feinen Verkleinerung 1:72. Musketiere und Pikeniere in fremden Diensten, die einer Lagerszene Charakter und menschliches Maß geben.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
In den zwanziger und dreißiger Jahren des siebzehnten Jahrhunderts gingen aus Schottland Zehntausende Männer in dänische und schwedische Dienste. In ihnen kämpften ganze Regimenter unter eigenen Befehlshabern, das bekannteste davon führte Donald Mackay, und ihr Aussehen unterschied sich von der kontinentalen Infanterie deutlich: eine gestrickte Mütze, ein Umhang aus grober Wolle und einfaches Schuhwerk anstelle hoher Stiefel. Die Bewaffnung war dagegen üblich, also eine lange Muskete mit Gabel und im zweiten Glied die Pike.
Eine Lagerszene setzt sich aus Zelten, Feuerstellen, Wagen und Kisten zusammen, und alle diese Gegenstände haben im Modell eine unklare Größe. Es genügt aber eine sitzende Gestalt am Feuer, und der Betrachter ordnet sofort den Durchmesser des Kessels, die Höhe der Zeltplane und die Länge der Deichsel am Wagen ein. Bei einem Söldnersatz kommt noch ein Vorteil hinzu, nämlich die gelöste Körperhaltung, die in die Szene die Ruhe zwischen den Schlachten bringt.
Die Packung bilden die bloßen Gussteile ohne Unterlage, Gelände und Farben.
Eine passende Umgebung ist ein Lager an einem Festungswall, eine Furt am Weg oder das Hinterland einer Belagerungsbatterie. Einige Gestalten im Gespräch und eine mit dem Rücken zum Betrachter können aus einer gewöhnlichen Unterlage eine Szene machen, die sich als Situation lesen lässt und nicht als Vitrine.
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