Epoxidmassen sind das Arbeitstier des Sculptings. Sie mischen zwei Komponenten im Verhältnis 1:1, erhalten eine geschmeidige Masse und modellieren daraus während des Arbeitsfensters, was Sie brauchen, vom Füllen einer abgebrochenen Kante bis zur Stofffalte an einer Figur. Nach dem Aushärten hält die Masse wie Kunststoff, lässt sich schleifen, schneiden und bohren und sinkt nicht nach.
Die Gruppe umfasst feinkörnige und schnell aushärtende Zweikomponentenmassen, ein größeres Gebinde weicher Modelliermasse sowie Massen, die unter UV-Licht aushärten. Unten lesen Sie, wie die Chemie funktioniert und nach welchen Eigenschaften Sie auswählen.
Geliefert wird in zwei Strängen oder zwei Dosen: Harz und Härter. Solange sie getrennt sind, passiert nichts; nach dem Mischen startet eine chemische Reaktion und die Masse härtet innerhalb von Minuten bis einigen Stunden aus. Daraus folgen zwei Regeln. Erstens: Mischen Sie nur so viel an, wie Sie im Arbeitsfenster verarbeiten. Zweitens: Mischen Sie wirklich gründlich, bis die Masse eine einheitliche Farbe ohne Schlieren hat, denn eine nicht durchmischte Stelle bleibt dauerhaft klebrig.
Anders als gewöhnliche einkomponentige Spachtelmassen sinkt Epoxid nach dem Aushärten nicht ein, weil es kein verdampfendes Lösemittel enthält. Damit lässt sich auch ein tiefer Hohlraum in einem Zug füllen, während eine klassische Spachtelmasse in Lagen aufgebaut werden müsste. Lichthärtende Massen gehen einen anderen Weg: Sie bleiben beliebig lange weich und werden erst unter der UV-Lampe in Sekunden fest.
Schnelle Massen sind nach Minuten fest, passend für eine Reparatur, die Sie am selben Abend noch verschleifen wollen. Langsamere bleiben Stunden formbar, was beim Modellieren einer Figur unverzichtbar ist, wo Sie zu einer Stelle mehrfach zurückkehren. Lichthärtende Massen trennen beides: beliebig lange Zeit zum Formen, danach Aushärtung auf Kommando.
Feinkörnige Massen lassen sich zu einer scharfen Kante modellieren und nach dem Aushärten fast wie Kunststoff schleifen, sie eignen sich für Blechstöße, Nieten und Blechdetails. Elastischere, zähere Massen halten dagegen weiche Volumen besser, also Stofffalten, Gurte oder Schlamm, und verzeihen das Ausziehen ins Dünne. Manche Produkte liegen zwischen beiden Eigenschaften.
Für eine einzelne Reparatur genügt das kleinste Gebinde; nicht verbrauchte Masse lässt sich lagern, aber nicht unbegrenzt. Wer regelmäßig Figuren oder Dioramen baut, greift zum größeren Gewicht. Gelagert wird kühl und mit getrennten Komponenten, damit sie nicht in Kontakt kommen.
Die Massen dieser Gruppe sind in erster Linie zum Modellieren gedacht, nicht zum reinen Füllen von Fugen.