Ein Modell so zu fotografieren, dass es auf dem Bild wie das Original wirkt, ist eine eigene Disziplin – und sie beginnt beim Hintergrund. In dieser Kategorie liegen neutrale Flächen, die keine Aufmerksamkeit abziehen, und szenische Platten mit aufgedruckter Oberfläche: Betonbahnen eines Flugfelds, der Asphalt einer Rennstrecke, das Deck eines Trägers oder eine Abstellfläche. Dazu kommen faltbare Fotoboxen mit eigener LED-Beleuchtung.
Die Formate reichen von etwa 200 × 300 mm für Figuren und kleine Maßstäbe bis zu Platten über 300 mm Kantenlänge für größere Modelle. Unten steht, wie Sie Hintergrund und Maßstab zusammenbringen.
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Auf dem normalen Tisch ist immer etwas im Bild, das dort nicht hingehört: eine Plattenkante, ein Kabel, die Spiegelung eines Fensters. Der Hintergrund vereinheitlicht die Fläche, und das Modell tritt hervor. In der Praxis gibt es zwei Wege. Entweder wollen Sie eine saubere neutrale Fläche, auf der nur das Modell zu sehen ist – oder eine Oberfläche, die ihm einen Zusammenhang gibt.
Eine matte dunkle Platte ist die einfachste Wahl: Sie unterdrückt Spiegelungen, zwingt Sie nicht, über den Bildinhalt nachzudenken, und dasselbe Blatt passt zu jedem Maßstab. Szenische Platten funktionieren anders, denn sie müssen zum Maßstab des Modells passen. Sonst wirken Betonplatten oder Pflaster unnatürlich groß oder zu klein – deshalb sind diese Platten mit einer Maßstabsangabe versehen, etwa 1:72 für ein Flugfeld oder 1:24 für eine Rennstreckenfahrbahn.
Die Unterlage muss größer sein als das Modell, und zwar mit Reserve zu den Seiten, damit Sie auch schräg fotografieren können. Formate um 200 × 300 mm genügen für Figuren und kleine Maßstäbe; bei größeren Flugzeugen und Militärfahrzeugen rechnen Sie mit Platten ab 300 mm. Wenn Sie aus niedrigem Winkel arbeiten, brauchen Sie zusätzlich ein Stück Hintergrund hinter dem Modell, damit der Horizont nicht mitten im Bild endet.
Eine eigene Gruppe bilden faltbare Fotoboxen mit LED-Beleuchtung. Sie streuen das Licht aus mehreren Richtungen, sodass auf dem Modell keine harten Schatten stehen, und lassen sich nach dem Fotografieren flach zusammenlegen. Wer ohne Box arbeitet, gewinnt schon mit seitlichem Aufhellen – dafür genügt eine Modellbaulampe. Zwei Lichtquellen von beiden Seiten gleichen Schatten besser aus als eine starke.
Die besten Aufnahmen entstehen in Ruhe: stabile Unterlage, gestreutes Licht und Geduld beim Suchen des Winkels. Die übrige Ausstattung des Arbeitsplatzes finden Sie unter Modellbautisch.