Söldnerinfanterie des kaiserlichen Heeres des Dreißigjährigen Krieges in Sommerkleidung, kleine Kunststoffgussteile 1:72 zum Kleben und Bemalen.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Das Heer der Jahre 1618 bis 1648 kannte noch keine Uniform im späteren Sinn des Wortes. Der weitere Schnitt der Kleidung, wie er damals getragen wurde, gibt der Gestalt einen Umriss ohne harte Kanten: Die Hutkrempe reicht über die Schultern hinaus, die Hose weitet sich über den Knien, der Umhang bricht anders als ein späterer Uniformrock. Gerade diese Weichheit ist an einer fertigen Szene auf den ersten Blick zu erkennen und unterscheidet den Dreißigjährigen Krieg von allem, was nach ihm kam.
Bei Vorbildern aus dieser Zeit trägt vor allem der Stoff die Bewegung. Wenn ein Ärmel auf einer Seite gerafft und auf der anderen glatt ist, liest das Auge daraus die Richtung ab, in die sich der Arm gerade gehoben hat. Es genügt deshalb, die Falten in der Richtung zu schattieren, in die die Figur geht, nicht quer darüber – sonst bricht die Bewegung, und die Gestalt wirkt, als stünde sie mitten im Schritt festgehalten.
Wollen Sie der Gruppe Glaubwürdigkeit geben, mischen Sie sie. Die Soldaten der Söldnerkompanien stammten aus verschiedenen Ländern, und ihre Ausrüstung unterschied sich von Stück zu Stück, farbliche Vielfalt ist hier also kein Mangel, sondern ein belegter Zug der Zeit. Zwei Gestalten mit demselben Rock nebeneinander wirken dagegen wie ein späteres Heer, zwei Jahrhunderte jünger.
Auf der Unterlage lohnt es sich, auch mit der Höhe zu spielen. Eine Gestalt, die hinter einem Schanzkorb kniet oder sich an eine Palisade lehnt, bricht die gerade Linie der Köpfe, und die Gruppe sieht damit nicht mehr aus wie aus einem Prospekt ausgeschnitten.
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