Die späte Messerschmitt G-10 im großen Maßstab erhält genau geschnittene Folien für die Kanzelhaube, und zwar von außen wie von innen, dazu vier Masken für Zeichen.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Die Gestalt der G-10 entstand Ende 1944 und war ein Versuch, aus der eingeführten Konstruktion noch etwas mehr herauszuholen. Sie erhielt ein stärkeres Triebwerk der Reihe 605 in der Ausführung D und dazu eine überarbeitete Verkleidung, die glatter wirkt als bei älteren Maschinen. Die meisten dieser Flugzeuge trugen eine gewölbte schiebbare Haube ohne mittlere Strebe, die Erla Haube genannt wurde. Die Piloten sahen dank ihr endlich nach hinten, die Modellbauer bekamen eine einheitliche gewölbte Fläche.
Im Maßstab 1:24 liegt das Innere der Haube ebenso vor Augen wie ihr Äußeres. Die Rahmen sind innen meist in einem helleren Innenraumton lackiert, und wenn sie nur von außen gestrichen werden, wirkt die Kanzel beim Blick durch das Glas wie ein durchsichtiges Kästchen ohne Gerippe. Man klebt zuerst die inneren Teile, spritzt den Innenraumton, lässt das klare Teil gründlich trocknen und geht erst dann an das äußere Maskieren und die Tarnschicht. Die innere Folie kann bis zum Ende des Baus an Ort und Stelle bleiben, sie schützt das Glas vor Farbnebel.
Zwei Teile für die Verglasung, eines außen und eines innen, dazu vier Masken für Hoheitszeichen. Das äußere Teil rechnet damit, dass die Rahmen zugleich mit der Tarnung der Zelle gespritzt werden, sodass der Ton an der Kanzel genau dem am Rumpfrücken entspricht. Ein von Hand gestrichenes Rähmchen trifft diese Übereinstimmung nie, und beim Blick von oben sticht das mehr ins Auge als alles andere.
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