Gestalt eines Sturminfanteristen mit dem Maschinengewehr Petscheneg im Maßstab 1:35. Ergänzung für Szenen heutiger Landtechnik, in denen weniger Technik und mehr Handlung stehen soll.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Die Waffe, nach der die Figur benannt ist, ist das Einheitsmaschinengewehr Petscheneg im Kaliber 7,62 Millimeter für die Patrone 54 R. Es entstand in den neunziger Jahren im Entwicklungsinstitut in Klimowsk als Überarbeitung des bewährten Maschinengewehrs PKM und ersetzte ab 1999 nach und nach ältere Stücke in der russischen Armee. Der wesentliche Unterschied liegt im nicht wechselbaren, deutlich schwereren Lauf, den ein im Mantel darüber mitgerissener Luftstrom kühlt.
Eben das gibt der Waffe eine unverwechselbare Silhouette: eine lange gerippte Laufabdeckung, die in einem trichterförmigen Ende ausläuft, und ein weit nach vorn versetzter Tragegriff. Modellbauer achten darauf, weil sich die Figur an diesen beiden Merkmalen auf den ersten Blick von älteren Maschinengewehrschützen mit dem klassischen PKM unterscheiden lässt.
Die Gestalt des Maschinengewehrschützen kommt im Augenblick der Bewegung gut zur Geltung, also beim Vorlaufen oder beim Einnehmen der Feuerstellung. Die Unterlage muss dann nicht groß sein, es genügt ein Stück zerbrochenes Pflaster oder ein grasbewachsener Hang. Zur Waffe lohnt es sich, einen Patronengurt aus dünnem Draht oder aus Ätzteilen zu ergänzen, falls das Set selbst keinen enthält.
Der heutigen Felduniform steht eine gedämpfte Bemalung ohne scharfe Übergänge und eher ein feines Betonen der Kanten als ein ausgeprägtes Schattieren. Die am Körper getragene Ausrüstung setzt man dagegen farblich leicht ab, damit die Gestalt nicht zu einem einheitlichen Fleck wird.
Erwähnung verdient auch die Herkunft des Waffennamens. Die Petschenegen waren ein Nomadenvolk, das im zehnten und elften Jahrhundert die Kiewer Rus bedrohte, und die Bezeichnung fügt sich damit in die Gewohnheit, russische Bewaffnung nach historischen Gegnern oder nach Tieren zu benennen. Für den Modellbauer ist das eine Kleinigkeit, sie eignet sich aber beim Schreiben der Beschriftung zur fertigen Vitrine.
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