Die italienische Tankette L3 in deutschen Händen. Nach der Kapitulation Italiens übernahm sie die Wehrmacht unter der Bezeichnung Pz.Kpfw. L3 731(i) und setzte sie zur Sicherung und gegen Partisanen ein. Das Modell im Maßstab 1:100 hält gerade dieses späte Kapitel ihres Lebens fest.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Als Italien im September 1943 die Waffen niederlegte, blieben auf seinem Gebiet Tausende Fahrzeuge ohne Besatzungen. Die deutsche Armee nahm sie an sich und wies jedem Typ eine Nummer aus der eigenen Erfassung der Beutetechnik zu, ergänzt um einen Buchstaben nach dem Herkunftsland. Die kleine Tankette L3 erschien so in den Verzeichnissen als Pz.Kpfw. L3 731(i), wobei die Klammer auf Italien verweist.
Auf das Gefechtsfeld des Jahres 1943 gehörte diese Maschine nicht mehr. Die Panzerung überstieg nicht anderthalb Zentimeter, die Bewaffnung bildeten Maschinengewehre, und die Besatzung passte nur mit Mühe in die Wanne. Trotzdem war sie nützlich: Sie bewachte Flugplätze, begleitete Kolonnen, fuhr über die Bergwege des Balkans und der Apenninen, wohin schwerere Technik nicht gelangt wäre. Gerade in dieser Rolle haben sich Tanketten auf Fotografien bis in die letzten Kriegsmonate erhalten, oft mit deutschen Kreuzen über die ursprünglichen italienischen Zeichen gemalt.
Das Vorbild war rund drei Meter lang, das fertige Fahrzeug nimmt auf der Unterlage also kaum drei Zentimeter ein. Ein kleiner Maßstab verführt dazu, beim Bemalen zu sparen, doch gerade bei Beutetechnik lohnt sich das Gegenteil: übermalte Zeichen, abgeschlagene Kanten und Staub von Feldwegen machen aus einem kleinen Teil eine dankbare Erzählung.
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