Hubschrauber-Modellbausätze im Maßstab 1:350 sind für Flugdecks gemacht. In dieser Größe entstehen die großen Kriegsschiffmodelle, und erst ein Sea King oder ein SH-60 auf der Landeplattform gibt dem Schiff Leben. Zur Auswahl stehen Bordmaschinen amerikanischer, japanischer und chinesischer Verbände, von den U-Jagd-Typen der Sea-King-Familie über die Seahawk-Reihe bis zu den chinesischen Z-9-Varianten und dem Kampfhubschrauber WZ-10.
Viele Schachteln enthalten zwei oder drei gleiche Maschinen, sodass sich eine komplette Bordgruppe mit einer einzigen Packung aufstellen lässt. Unten lesen Sie, wie man mit Teilen dieser Größe arbeitet und welches Werkzeug dabei hilft.
1:350 ist der weltweite Standard für große Kriegsschiffmodelle. Separat angebotene Drehflügler erlauben es, einen Zerstörer oder Träger genau mit jenen Maschinen zu besetzen, die dort tatsächlich stationiert waren. Ein SH-60 wird dabei rund 4,4 Zentimeter lang, der Rotorkreis knapp 4,7 Zentimeter breit; ein CH-46 Sea Knight kommt auf etwa 3,9 Zentimeter Rumpflänge. Auch als Maßstabsreferenz in Hafendioramen sind die Maschinen nützlich: Figur, Kran und Hubschrauber in derselben Größe geben der Szene glaubwürdige Proportionen.
Die Packungen unterscheiden sich deutlich. Manche enthalten eine Maschine, andere zwei oder drei gleiche Exemplare; Schachteln mit sechs Maschinen gibt es erst bei den Hubschraubermodellen 1:700. Prüfen Sie vorher, wie viele Plattformen Sie besetzen wollen. Achten Sie außerdem auf Nationalität und Dienstzeit: Ein Typ aus den achtziger Jahren auf einem modernen Zerstörer fällt geübten Augen sofort auf.
Der Rotor misst in diesem Maßstab nur einige Millimeter. Arbeiten Sie mit der Pinzette, trennen Sie die Teile mit frischer Klinge auf einer harten Unterlage und setzen Sie den Sekundenkleber mit der Nadelspitze an. Bemalen lässt sich am bequemsten, solange die Teile noch am Gießast hängen.
Größere Ausführungen derselben Marinemaschinen finden Sie unter den Hubschraubermodellen 1:72. Sie dienen gut als Vorlage für das Farbschema der kleinen Deckmaschinen.