Die 100-ml-Dosen von Tamiya sind in drei Kürzel geteilt, und das Kürzel sagt, wofür die Farbe gemacht ist. PS-Töne sind für Polycarbonat gedacht, also für flexible Karosserien, und werden dort von innen gesprüht; dazu gehören Translucent- und Anodized-Varianten, Fluoreszenz- und Perltöne. TS-Lacke sind die Reihe für harte Kunststoffkarosserien und allgemeine Flächen. AS-Töne folgen Flugzeugvorschriften, etwa Tarngrau für Militärmaschinen. Welches Kürzel in welchen Fall gehört, klären wir unter der Produktliste.
Die Verwechslung dieser Kürzel ist der häufigste Fehler mit dieser Reihe. PS ist auf nachgebendes Polycarbonat abgestimmt und bleibt elastisch – auf hartem Polystyrol wirkt derselbe Ton anders und haftet schlechter. TS und AS sind umgekehrt für harte Kunststoffe gedacht. Prüfen Sie also zuerst das Material Ihres Bauteils, dann die Farbe.
Bei Hochglanz entscheidet die Vorbereitung. Schleifen, waschen und grundieren mit Material aus der Rubrik Surfacer und Grundierungen, dann drei dünne Lacklagen, anschließend mindestens einen Tag aushärten lassen, erst dann Klarlack aus der Rubrik Lacke und Politur.
Diese Töne bauen ihre Wirkung über eine Metallic- oder Silberschicht darunter auf. Ohne diese Grundlage wirken sie blass. Arbeiten Sie in mehreren leichten Durchgängen, weil jede Lage den Ton deutlich vertieft.
Leuchtfarben und Perleffekte sind lasierend aufgebaut und brauchen eine weiße oder silberne Grundfläche, damit sie zur Wirkung kommen. Rechnen Sie außerdem damit, dass Leuchtpigmente lichtempfindlich sind – ein Modell im Dauerlicht verliert die Intensität nach Monaten.
Für Tarnungen mit zwei Feldern brauchen Sie scharfe Trennlinien. Schmale und flexible Bänder dafür führt die Rubrik Maskierbänder; drücken Sie die Kante vor dem Sprühen mit einem Holzstäbchen fest an und übersprühen Sie sie zuerst mit dem unteren Ton, damit ein Unterläufer nicht auffällt.
Die übrigen Dosenreihen stehen in der übergeordneten Rubrik Sprühfarben, Vorlagen für Hochglanzlackierungen unter Auto-Modellbausätze.