Sechs Acryltöne zu 17 ml für den deutschen Flecktarn und den amerikanischen Woodland. Grüntöne, Braunschwarz, sandiger Untergrund und Rotbraun zum Ausgestalten der Flecken.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Flecktarn und Woodland entstanden aus derselben Überlegung: den Umriss der Gestalt mit Häufungen unregelmäßiger Flecken zu brechen, die das Auge nicht zu einer Form verbindet. Woodland trat in der US Army zu Beginn der achtziger Jahre an und arbeitet mit vier großen Feldern, die einander überlappen. Flecktarn geht den umgekehrten Weg, mit einem feinen gepunkteten Raster, in dem die Flecken erst aus der Entfernung verschmelzen. Die Bundeswehr führte ihn nach der Wiedervereinigung flächendeckend ein und trägt ihn bis heute.
Zuerst wird ein durchgehender Grund gelegt, erst darauf kommen die Flecken, von größeren Flächen zu Kleinigkeiten. Beim Flecktarn entscheidet die Größe der Punkte: In kleinen Maßstäben vereinfacht man die Zeichnung besser, denn ein wörtlich abgeschriebenes Raster verschmilzt zu unbestimmtem Grau. Woodland verträgt dagegen Felder, die über Nähte und Taschen durchlaufen. Der braunschwarze Ton dient auch dem Abdunkeln der Falten, mit dem eine Figur Tiefe gewinnt.
Die grünen und sandigen Töne sind nicht nur an diese beiden Zeichnungen gebunden. Sie helfen am Rucksack, am Schlafsack, an der Plane über der Ladung und am Tarnnetz, also überall dort, wo die Farbe militärisch, aber nicht maschinell einheitlich sein soll. Die Farben werden mit Wasser oder dem dafür bestimmten Mittel verdünnt und vertragen Pinsel wie Pistole, für kleine Flecken ist ein dünner Pinsel mit fester Spitze bequemer.
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