Vier Acrylfarben zu je 17 ml für den britischen Infanteristen des Ersten Weltkriegs: das Khakituch als Grundlage, seine Aufhellung, ein Schattenton und das Braun für Leder.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Der britische Soldat ging in einer Tuchbluse im Ton Khaki in die Gräben, einer Farbe aus den Kolonialfeldzügen, die die Armee zwischen 1914 und 1918 nicht mehr verließ. Das Tuch war grob, nach Regen dunkelte es nach, nach Monaten im Feld bleichte es aus, zwei Uniformen nebeneinander sahen also selten gleich aus. Diese Streuung macht eine Figur glaubwürdig: Eine einheitlich gespritzte Fläche wirkt wie Arbeitskleidung aus dem Verleih, ein paar Töne mehr machen daraus ein Stück, das etwas hinter sich hat.
Die bewährte Reihenfolge ist einfach. Bluse und Hose bekommen die Grundlage, dann fährt man mit dem Schattenton die Nähte, die Falten in der Achsel und die Stellen unter dem Koppel nach, und zuletzt deutet die Aufhellung Knie, Schultern und Kanten der Taschen an. Die Übergänge gleicht eine dünne Lasur des Grundtons aus, die beide äußeren Töne verbindet. In kleineren Maßstäben genügt mäßiger Kontrast, bei größeren Figuren übertreibt man den Unterschied zwischen Licht und Schatten besser, sonst geht er verloren.
Der braune Ton in der Packung ist nicht nur Zierde. Die britische Infanterie trug das Traggurtsystem von 1908, bei Mangel auch Kunstlederausrüstung des Musters 1914, und aus Leder waren stets Stiefel, Flaschenfutteral und Gewehrriemen. Der Unterschied zwischen Stoff und Leder fällt am ersten auf. Die Farben werden mit dem Pinsel aufgetragen, für eine gleichmäßige Grundlage lassen sie sich verdünnen und spritzen.
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