Maskensatz für ein großes Modell des deutschen Jagddoppeldeckers Albatros D.III aus dem Ersten Weltkrieg. Er enthält vier Masken der Hoheitszeichen.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Die Albatros D.III gehörte 1917 zu den erfolgreichsten deutschen Jägern. Sie hatte einen Schalenrumpf aus Sperrholz, einen in den oberen Flügel eingebauten Kühler und die sogenannte Anderthalbdecker-Anordnung, bei der der untere Flügel deutlich schmaler ist als der obere und zwischen beide Streben in Form eines V gesetzt sind. Die Kanzel war offen und den Piloten schützte vor dem Fahrtwind nur eine kleine Scheibe, es gibt hier also weder eine Schiebe- noch eine Klapphaube.
Damit unterscheidet sich der Satz grundlegend von Masken für Jäger des Zweiten Weltkriegs. Die ganze Arbeit mit der Verglasung entfällt und alle vier beiliegenden Teile dienen zum Spritzen der Hoheitszeichen. Bei Flugzeugen aus dem Ersten Weltkrieg ergibt das besonderen Sinn: die Kreuze wurden in großen Flächen auf die Flügel, auf die Rumpfflanken und auf das Seitenruder gemalt, und ihre Form änderte sich im Lauf der Jahre 1917 und 1918 vom breiten Eisernen Kreuz zum gleichschenkligen.
Die Kreuze auf der Stoffbespannung lagen unmittelbar im Lack, sie folgten also jeder Rippe und jeder Unebenheit. Genau das kann ein fertiger Decalbogen nicht nachahmen, denn die Folie überbrückt eine solche Welle und verrät sich im scharfen Licht als glänzendes Rechteck um die Zeichnung. Ein Spritzauftrag über eine Schablone hat diesen Fehler nicht und die Farbe verhält sich wie die übrige Oberfläche.
Der Satz löst weder die Holzzeichnung des Rumpfes noch eine der farblichen Anpassungen, mit denen die Staffeln ihre Maschinen kennzeichneten. Er ist ein Werkzeug für vier große Formen, kein vollständiges Farbschema.
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