Zwei geschnittene Masken für die Kreuze des Dreideckers Fokker Dr.I, Maßstab 1:48. Die Kennzeichnung wird mit Farbe gespritzt, ein Nassschiebebild ist nicht nötig.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Die Fertigung des Dreideckers von Fokker dauerte knapp ein Jahr, und es entstanden einige hundert Stück, also ein Bruchteil der Zahl, die andere Typen derselben Zeit einsetzten. Dennoch blieb seine Kontur die erkennbarste Form des Luftkriegs bis 1918. Die Maschine glänzte im Kurvenkampf und konnte in der Hand eines erfahrenen Piloten eine Steigleistung nutzen, die schnellere Doppeldecker nicht hatten. Modellbauer schätzen an ihr das Gegenteil dessen, was bei späteren Flugzeugen gilt: keine verwickelte Verglasung, dafür viele Flächen Bespannung, auf denen alles mit der Farbe steht und fällt.
Im Set liegen zwei Masken für die Hoheitszeichen. Verglasung wird bei diesem Vorbild nicht maskiert, die Kanzel ist offen. Die übrige Arbeit liegt damit ganz in der Farbe: im Ton der Bespannung, in ihrem Altern und darin, wie genau die Kennzeichnung darauf sitzt.
Bei einem gespritzten Zeichen entscheidet die Dicke des Auftrags. Eine starke Schicht bildet nach dem Abnehmen der Folie eine merkliche Stufe, an der dann jeder weitere Schritt hängen bleibt, vor allem Waschfarbe und trockenes Pigment. Die Lösung liegt nicht in einer anderen Farbe, sondern in einer anderen Zahl von Schichten: statt zweier satter Aufträge werden vier bis fünf sehr dünne mit kurzem Ablüften dazwischen gelegt. Die Deckkraft bleibt gleich, die Kante aber flach. Entsteht dennoch eine Stufe, wird sie vor dem Schlusslack mit feinstem Schleifpapier leicht überpoliert, und zwar ausschließlich in Richtung der Längsachse, damit die entstehenden Spuren in die Struktur der Bespannung passen.
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