Marker für den Modellbau sind mit Pigment oder Farbe gefüllte Stifte, die Sie direkt mit der Spitze auftragen — ohne Pinsel und ohne Verdünnen. Zwei Einsatzarten dominieren: das Betonen von Panellinien, bei dem eine feine Spitze die Farbe genau in der Rille führt, und der Metalleffekt — Chrom- und Bronzetöne im Stift zeichnen einen Spiegelglanz, der mit dem Pinsel nur schwer gelingt. Daneben liegt ein deckender matter Stift für Retuschen und kleine Details.
In drei Situationen. Erstens bei einer feinen Linie, für die Sie konstanten Druck und gleiche Breite brauchen: Die Stiftspitze ist hart und federt nicht wie Pinselhaar. Zweitens auf einer Metalloberfläche — Spiegelpigmente müssen gleichmäßig und dünn liegen, was der Marker ohne Pinselstriche schafft. Und drittens bei einer schnellen Retusche am fertigen Modell, wenn sich das Anmischen von Farbe für einen einzigen Punkt nicht lohnt.
Sie haben eine sehr feine Spitze und eine Farbe, die in die Rille zieht und daneben nicht ausblutet. Der Überschuss wird abgenommen, sodass auf der Oberfläche nur ein Schatten in der Linie bleibt. Das ist der schnellste Weg, Panellinien hervorzuheben, und er passt besonders zu kleineren Maßstäben. Nachjustieren lässt sich das Ergebnis mit Mitteln aus dem Bereich Weathering.
Sie enthalten sehr feines Metallpigment und erzeugen einen hohen Glanz, der am Modell wie eine Vernickelung wirkt. Eingesetzt werden sie an Auspuffanlagen, Rahmen, Zierleisten, Innenraumdetails und überall, wo eine Metallfarbe als dünne Linie liegen soll. Vor der Arbeit wird geschüttelt und die Spitze durch Andrücken geflutet.
Sie tragen einen deckenden Ton auf und dienen Retuschen und kleinen Details. Manche Varianten sind zum Verwischen gedacht und verhalten sich halb wie Marker, halb wie Wash.
Für größere Flächen und einen vollständigen Farbauftrag bleibt der klassische Weg über Airbrush die richtige Wahl.