Keine Figurengröße hat eine längere Geschichte. 54 mm Körperhöhe, also etwa Maßstab 1:32, ist seit Jahrzehnten das Maß der Vitrinenfigur: groß genug für Uniformdetails und ein Gesicht mit Ausdruck, klein genug, dass eine Sammlung in ein einziges Regal passt. In dieser Kategorie finden Sie historische Motive – einen deutschen Ritter von 1425, Freiwilligenverbände des Sezessionskriegs von 1861 – neben Fantasygestalten, Torwächtern, Barbaren und Genremotiven.
Geliefert wird unbemalt und unmontiert, meist als mehrteiliger Resinabguss mit scharfer Gravur. Wie Sie Ihre erste Vitrinenfigur auswählen und was Sie dafür brauchen, lesen Sie unten.
Während Spielsätze auf Anzahl setzen, ist die 54-mm-Figur eine Solistin. Sie wird wie ein kleines Bild gemalt: Haut in mehreren Lasuren, Stoffe mit Schatten in den Falten, Metall mit Spiegelung und Lichtkante. Dass daran seit Generationen gearbeitet wird, hat einen praktischen Grund – die Größe liegt gut in der Hand, und was man lernt, lässt sich nach oben wie nach unten übertragen.
Historische Figuren verlangen Genauigkeit: Uniformfarben, Wappen und Ausrüstung lassen sich nachlesen, und wer das tut, bekommt ein Stück mit Geschichte. Fantasymotive geben die Farbwahl frei und eignen sich darum, eigene Verfahren auszuprobieren – Lichtführung, kalte Schatten, ungewöhnliche Hauttöne.
Eine übliche Figur besteht aus Körper, Kopf, Armen, Waffe und Sockel. Je mehr Einzelteile, desto besser kommt der Pinsel an alle Flächen – aber desto mehr muss geklebt und verspachtelt werden. Für den Anfang sind Stücke mit drei oder vier Teilen angenehmer. Fügen Sie trocken zusammen, bevor Sie kleben, und bemalen Sie verdeckte Flächen vorher.
Dieselbe Höhe haben die Spritzguss-Mengensätze der Modellbaufiguren 1:32 – eine gute Übungsfläche vor der Resinfigur. Wer mehr Platz für Gesichter will, geht weiter zu den Modellbaufiguren 75/85 mm.
Die ganze Bandbreite der Figurengrößen führt die Kategorie Modellbaufiguren.