Kork erfüllt im Modellbau zwei völlig verschiedene Aufgaben: als gebrochenes Material für Felswände, Klippen und Mauerwerk und als elastische Unterlage unter Gleis und unter die Grundplatte eines Dioramas. Im Angebot stehen Korkplatten und Bogen in den Formaten rund 200 x 300 mm und 490 x 280 mm in Stärken von 1 bis 6 mm, fein und grob gekörnt, dazu flexible Korkstreifen für das Gleisbett – als Sets mit sechs Streifen von je 0,6 m und mit zehn Streifen von je 0,98 m sowie als Rolle mit 9,8 m.
Wie Sie Kork brechen, bemalen und verkleben, steht weiter unten.
Kork ist einer der wenigen Werkstoffe, die auf einem Diorama auf zwei grundverschiedene Weisen arbeiten. Brechen Sie ihn, entsteht eine Kante mit unregelmäßiger Struktur, die nach dem Bemalen wie Fels oder eine Bruchsteinmauer aussieht. Verwenden Sie ihn im Ganzen, erhalten Sie eine elastische Lage, die den Untergrund ausgleicht, Geräusche dämpft und dem Gleis oder der Grundplatte eine leichte Überhöhung gibt. Beide Varianten lassen sich leicht schneiden, schleifen und kleben.
Schneiden Sie eine Platte für eine Felswand niemals. Brechen Sie sie mit der Hand und lassen den Bruch, wie er entstanden ist. Die einzelnen Stücke stapeln Sie dann leicht vorgesetzt übereinander, damit Gesimse und Überhänge entstehen. Je gröber die Körnung, desto markanter die Struktur – feiner Kork passt zu Sandstein und verwitterter Mauer, grober zu Kalkwänden und Steinbrüchen.
Roher Kork ist deutlich braun, und diese Farbe scheint durch einen einzigen Anstrich hindurch. Sprühen Sie zuerst eine dunkle Grundierung in alle Spalten, gehen dann trocken mit einem helleren Ton über die Kanten und setzen zum Schluss ein sehr dünnes Wash ein, das die Struktur betont. Trockener Kork saugt Farbe stark auf, rechnen Sie mit höherem Verbrauch.
Als Unterlage wird Kork mit Weißleim oder Heißkleber geklebt und bis zum Trocknen beschwert, damit er sich nicht wellt. Flexible Gleisstreifen werden nur ausgerollt und geheftet, bis der Leim greift. Schneiden lässt sich Kork mit Skalpell oder Schere, auch in den stärkeren Ausführungen.
Aus einer einzigen Platte entsteht eine Felswand, die aus Modelliermasse Stunden gekostet hätte – und mit einer Struktur, die kein Werkzeug so beiläufig erzeugt. Die Landschaft darum herum ergänzen Materialien aus dem Szenerie-Zubehör.